Checkliste E-Learning Planung für Unternehmen

1. Schritt: Zielgruppen ermitteln

Den 1. Schritt der strategischen E-Learning Planung für Unternehmen bildet die Ermittlung der Zielgruppen. Diese beinhaltet vor allem die Feststellung des Qualifikationsniveaus der Mitarbeiter. Folgende Parameter lassen die Zielgruppen in Ihrem Betrieb identifzieren:

• Bildungsstand
• Fähigkeiten im Umgang mit verschiedenen (auch elektronischen) Lernhilfen
• Motivation
• Fähigkeit, selbständig zu lernen
• benötigte Lernzeit
• Zielgruppengröße

 

2. Schritt: Lernziele definieren

Für den Erfolg von Lernprozessen ist die Handlungsfähigkeit einer Person ausschlaggebend: Können, Wissen und Wollen sind die drei Eckpfeiler zielführenden Handelns. Lernziele lassen sich in folgende drei Bereiche unterteilen:

• kognitive Lernziele: mit Sachwissen, Denken und Problemlösung verknüpfte Ziele
• affektive Lernziele: Ziele des emotionalen Stellungnehmens, des Wertens und Wollens
• psychomotorische Lernziele: Ziele, bei denen Muskelkraft und motorische Fähigkeiten gefragt sind

Je nach Zielsetzung kann der Schwerpunkt mal mehr im kognitiven, mal im affektiven oder psychomotorischen Bereich liegen. Lernprozessunterstützende Medien, Technologien und Methoden werden anhand der Lernzielart ausgewählt.

 

3. Schritt: Lernzielniveau bestimmen

Je mehr affektive, kognitive oder psychomotorische Teilprozesse zum Erreichen bestimmter Lernergebnisse notwendig sind, desto höher ist das verlangte Lernniveau.

Veranschaulichen lässt sich dies am Beispiel Preisgestaltung:

Komplexität Beispiel E-Learning Schwerpunkt
wenig komplex Rohstoffe & Preise betriebsbezogene allgemeine Daten & Informationen
mäßig komplex Rohstoff & Personal Preise s.o. + allgemeine Informationen zur Personalentwicklung
komplex Bestimmung des Gesamtpreises s.o. + betriebseigene Normen & Grundlagen
sehr komplex erreichbare Gewinnmargen s.o. + Markteinschätzung und Börsensimulationen
äußerst komplex globale Markteinschätzung s.o. + hypothetische Szenarien & Globaleinschätzung

 

Schritt 4: Interaktivität einschätzen

Der Begriff Interaktivität bezeichnet im Bereich E-Learning die Möglichkeit, den Lernprozess durch bestimmte Steuerungselemente gezielt nach seinen Lernbedürfnissen auszurichten.

 

Möglichkeiten der Interaktivität:

  • Einflussmöglichkeiten auf die Darstellung der Lerninhalte (z.B. Navigationsmöglichkeiten, Auswahl von spezifischem Lerntyp, Auswahl aus einem Menü)
  • Rückmeldung zum aktuellen Leistungsstand (z.B. durch Multiple-Choice-Tests)
  • durch Lerner veränderbare, interaktive Grafiken
  • Simulationen, welche die Eingabe von Ausgangswerten durch Lerner ermöglichen
  • Möglichkeit des Setzens eigener Hyperlinks und Bookmarks sowie des Schreibens von Notizen usw.

 

Der Bedarf an Interaktivität entscheidet über die richtige E-Learning Methode:

 

Maß der Interaktivität Beispiel Schwerpunkt der Lerninhalte
wenig interaktiv Vortrag, Business-TV etc. Darstellung von Lerninhalten
mäßig interaktiv Computer Based Learning Computergestütztes Lernen (z.B. via CD-ROM)
interaktiv Mobile Learning Vermittlung von Lerneinheiten über Mobilgeräte
sehr interaktiv 1. Web Based Training (WBT), 2. Learning Management Systeme (LMS), 3. Game Based Training (GBT) 1 & 2 Bereitstellung von Lerninhalten + Austausch mit anderen Lernern3. spielerisches Online Training
äußerst interaktiv 1. Blended Learning 2. Virtueller Klassenraum 1. E-Learning kombiniert mit Präsenzseminaren2. Online-Training mit Chatfunktion u. mögl. Zusatzfunktionen

 

Hier findest du das pdf “Checkliste E-Learning Planung für Unternehmen” als Download.

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