Digitale Bildung in Norwegen: Was wir lernen können

Vom 12. bis 13. Juni 2017 trafen sich beim Digitalgipfel Vertreter aus Wirtschaft und Politik in Ludwigshafen, um gemeinsam Themen zu diskutieren, die für den IT-Standort Deutschland wichtig sind. Das wären beispielsweise Telemedizin, IT-Sicherheit und oder die Internetschnelligkeit in ländlichen Gebieten. Besonders wichtig: Die digitale Bildung. Am Beispiel Norwegen ist sichtbar, was es für einen Erfolg in Sachen Digitalisierung an Schulen und in anderen Bildungseinrichtungen braucht.

Mit dem Notebook in die Prüfung

Norwegen wird als Vorreiter der digitalen Bildung gehandelt. Tatsächlich wurden bereit im Jahr 2000 Laptops an norwegischen Schulen eingeführt. Heute ist es normal, dass Aufgaben ab der 7. Klasse im Unterricht oder auch in Prüfungen mit dem Notebook bearbeitet werden. Im Jahr 2006 wurden die digitalen Kompetenzen in Norwegen zu einer der fünf Grundkompetenzen der Bildung ernannt. Deshalb findet der Einsatz von digitalen Medien sowie das Vermitteln von digitalen Techniken auch im Curriculum sowie in der Lehrerbildung Beachtung.
Schülerinnen und Schüler lernen so frühzeitig den kritischen Umgang mit digitalen Medien. Laut ICILS-Studie (International Computer and Information Literacy Study) kommen auf jeden Rechner an norwegischen Schulen 2,4 Schüler. In Deutschland kommen auf einen Rechner 11,5 Schüler. Es ist leicht vorstellbar, dass es einfacher ist, sich mit einem Schüler einen Computer zu teilen – nicht aber mit der halben Klasse.

Die Zutaten für eine erfolgreiche digitale Bildung

  • Digitalpakt Schule: Die Kultusministerkonferenz hat im Juni 2017 Maßnahmen angekündigt, mit denen die digitale Bildung von jungen Menschen an Schulen unterstützt werden soll. Von der bereitgestellten Summe soll eine effektive Schulvernetzung, WLAN in Klassenzimmern, Laptops, Tablets sowie sichere Cloud- Lösungen für den Austausch und das Bereitstellen von Unterrichtsmaterialien finanziert werden.
  • Kinder und Jugendliche erreichen: Neben der Hardware zählt auch die Software. Lehrerinnen und Lehrer müssen digitale Medien und Techniken aktiv und kompetent in den Unterricht einbinden. Wer Schüler mit dem Tablet allein Lehrvideos auf YouTube ansehen und Fakten mit Google recherchieren lässt, der verschwendet wertvolle Ressourcen.
  • Innovative Lehrkonzepte: Heute besitzen etwa zwei Drittel der Altersgruppe zwischen acht und 14 Jahren ein Smartphone. Kinder und Jugendliche nutzen das Handy zum Kommunizieren, aber mindestens genauso für App-Games, zum Surfen auf  Social Media Kanälen wie Facebook und Whats App und für weitere digitale Tools. Sie wissen, wie man Blogs aufsetzt, Bildfilter nutzt und Hashtags setzt. Die digitalen Medien lassen sich aber auch zum Lernen und der Wissensvermittlung nutzen: Mit  Lern-Apps, unterhaltenden Elementen wie der Gamification und Quiz-Apps oder Blended-Learning-Unterricht können Schülerinnen und Schüler zur Eigeninitiative und aktiven Mitarbeit motiviert werden.

Die ersten positiven Schritte in Richtung digitale Bildung sind in Deutschland gemacht. Jedoch wird es weiterhin eine große Aufgabe sein, den digitalen Wandel in deutsche Klassenzimmer und das Bewusstsein des Lehrpersonals zu bringen. keeunit unterstützt Bildungseinrichtungen gern in diesem Prozess. Kontaktieren Sie uns und wir stellen Ihnen die große Bandbreite an Möglichkeiten des digitalen Lernens vor.

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