Die Zukunft ist da: Mit E-Learning Weiterbildungen effektiv gestalten

Immer und überall – damit sind bereits zwei der großen Vorteile von E-Learning in der Weiterbildung genannt. Der Teufel steckt im Detail, denn damit Blended Learning in Kursen, Webinare und mediengestützte Weiterbildungslehrgänge durch die Digitalisierung in ihrer Wirkung gestärkt werden, benötigt es Knowhow von Seiten des Anbieters. 

Dienstleister in der Weiterbildungs- und Trainerbranche haben die Aufgabe, Inhalte spannend und passgenau zu den Anforderungen der Zielgruppe zu gestalten. Eine Aufgabe, die die perfekte Verbindung von IT, Wissensmanagement und Schulung benötigt.

Herausforderungen: Was E-Learning in der Weiterbildung braucht

  • Gamification, 360° Learning oder Blended Learning: Je nach Inhalt und Zielsetzung der Fortbildung muss zwischen verschiedenen Tools gewählt werden.
  • Micro-Learning: Das Aufbereiten der Lehrinhalte in praktische und dem Tool angemessene Formen ist eine der wichtigsten Aufgaben.
  • Technische Implementierung in vorhandene Systeme: Die E-Learning-Tools müssen in die bestehende Infrastruktur eingepasst werden, wobei Themen wie Datenschutz und Sicherheit oberste Priorität haben.
  • Mitarbeiterschulung: E-Learning in Form von Blended Learning ist eine Ergänzung des Unterrichts vor Ort. Das Blended Learning-Angebot kann nur effektiv sein, wenn Dozenten und Lehrer diese auch sinnvoll gestalten. Deshalb müssen Mitarbeiter in der Weiterbildung in der E-Learning-Anwendung geschult werden.

Best Practices: Von der Niederlanden lernen

Die Niederlande ist ein Vorreiter in Sachen E-Learning in der Weiterbildung. An den Universitäten und Hochschulen ist es üblich, sowohl gemeinsam vor Ort wie auch digital zu lernen. Zu den Besonderheiten des niederländischen Bildungssystems gehört, dass Hochschulen ein Ort der Bildung für verschiedene Zielgruppen sind. Neben jungen Studenten nutzen auch Berufstätige die Studien als Weiterbildung. Es ist normal, in Teilzeit zu studieren, um Job und Studium miteinander organisieren zu können.
Ann-Kathrin Dethlefs lehrte an der Hogeschool Utrecht (HU) Deutsch als Fremdsprache. „Ich war überrascht, wie selbstverständlich E-Learning an der HU ist“, erzählt sie gegenüber keeunit, „ wenn man als Dozent etwas ohne E-Learning gemacht hat, wurde von studentischer Seite erwartet, dass man die Inhalte nachträglich online stellt.“ Dieses Selbstverständnis hat in den Niederlanden System.

„HU 2020“ levenslang leren – Lebenslanges Lernen

Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen europäischen Ländern soll das lebenslange Lernen bis 2020 in der Altersgruppe der 25- bis 64-Jährigen bei mindestens 15 Prozent liegen. In den Niederlanden liegt der Anteil bereits 2015 über dieser Zielvorgabe. Blended Learning ist eine der Methoden, um den Studierenden ein eigenständiges Lernen und Flexibilität anzubieten. Das kommt vor allem den Berufstätigen zu gute, die Lehrinhalte zu Hause oder unterwegs vor- und nacharbeiten, um Kapazitäten zu sparen.
In ihren Kursen hätten auch Teilzeitstudenten gesessen, die schon berufstätig sind und Familie haben, erzählt Ann-Kathrin Dethlefs. „Der Zugriff auf das e-learning-System der HU erlaubt ihnen auch mal Veranstaltungen zu versäumen. Dadurch ist der Student flexibler, aber auch eigenverantwortlich“, so Ann-Kathrin Dethlefs. Für Lehrer hat das Blended Learning große Vorteile, denn „Ausreden wie ‘das wusste ich nicht, weil ich letztes Mal nicht da war’, sind damit vom Tisch“, so die Deutschlehrerin. Außerdem seien auch Inhalte abrufbar, die Kollegen zu bestimmten Kursen erstellt haben, was Kursübernahmen und Vertretungen erleichtert. 

Überblick: Vorteile von E-Learning in der Weiterbildung

  • Flexibler Zugang zu Unterrichtsmaterialen für Teilnehmer, die ihre Kapazitäten streng organisieren müssen (z.B. Eltern, Berufstätige, Pendler)
  • Erleichtertes zur Verfügung stellen von Unterrichtsmaterialien für Lehrpersonal
  • Eventuell Austausch von Teilnehmern über die E-Learning-Plattform
  • Tools, die in Design und Struktur exakt auf die Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnitten sind

Weiterbildung mit E-Learning-Angebot aufwerten

Bestehende Weiterbildungsangebote können mit E-Learning attraktiver gestaltet werden:

  1. Kurzweilig und unterhaltend: E-Learning Apps

Apps für Tablets und Smartphones erreichen junge und mobile Zielgruppen besonders gut. Wer viel unterwegs ist, lernt gern in der Bahn oder während Wartezeiten. Der Anbieter von Sprachlernprogrammen Rosetta Stone hat in einer Studie bestätigt, dass nahezu zwei Drittel (63 Prozent) der befragten Führungskräfte davon ausgehen, dass ihre Mitarbeiter ihre Sprachkompetenzen stärken müssen. Die Weiterbildung mit e-Learning Apps ist hier ein Muss, denn Lehrinhalte können in einer App unterhaltsam und effektiv aufbereitet werden. Im Gegensatz zu Sprachkursen vor Ort, entfällt hier die zeitaufwändige Organisation und Strukturierung des Unterrichts, die E-Learning—Sprachkurse können an die Nutzer und die jeweilige Branche optimal angepasst werden.

  1. 360° E-Learning in der Weiterbildung

Die Weiterbildung mit E-Learning-Tools ist auch dort an richtiger Stelle, wo Techniken praktisch eingeübt werden sollen. Hier ist das 360° E-Learning Gold wert. Fahrschulen nutzen dieses Tool, damit ihre Fahrschüler nicht nur auf der Straße, sondern auch am Rechner das Autofahren üben können. Auch in anderen Bereichen kann dieses Virtual Reality-Tool genutzt werden. In der Industrie werden die virtuellen Räume als e-Learning-Umgebung in der Weiterbildung genutzt. Der Aufbau von schweren Maschinen oder komplexen Anlagen können mittels Virtual Reality studiert werden, ganze Trainings finden in einer virtuellen Umgebung statt. Das E-Learning-Zentrum der Hochschule Weimar nutzt diese Möglichkeit bereits, um Studierenden interaktive Labore zur Verfügung stellen zu können.

  1. Onlinekurse in der Erwachsenenbildung

Für Ausbildungs- und Weiterbildungsstätten besteht hier die Chance, auch Zielgruppen zu erreichen, die womöglich nicht vor Ort anwesend sein können. Die Berliner Volkshochschule bietet beispielsweise Kurse in Finanzbuchhaltung und Webseitengestaltung wie auch Sprachkurse als reine Onlinekurse an, andere Kurse haben eine Blended Learning-Anteil. Die Onlineangebote ermöglichen es Berufstätigen, sich unabhängig von festen Terminen weiterzubilden.

  1. Trainerausbildung per E-Learning

Auch in der Ausbildung von Trainern und dem Anbieten von Trainings ist E-Learning eine Möglichkeit, möglichst viele Teilnehmer zu erreichen. Der Bayerische Tischtennis-Verband hat bereits vor drei Jahren erkannt, dass mit den Mitteln von Blended Learning die Präsenzzeit in Trainerausbildungen verkürzt werden kann. Auf der E-Learning-Plattform können sich (angehende) Trainer und Dozenten austauschen und Stoff aufarbeiten. Besonders interessant ist in der Sporttrainerausbildung die Möglichkeit von Erklärvideos und Videokommentaren. Das Vermitteln von Techniken und Methoden geht hier besonders leicht von der Hand, denn der Auszubildende kann sich das Video im Zweifel immer und immer wieder anschauen.

Möchten Sie wissen, wie Sie Ihre Weiterbildungsangebote in ein digitales Format übertragen können, mit Mehrwert für Ihre Zielgruppe und ohne den Verlust von Qualität? Keeunit berät Sie gern zu Ihren Möglichkeiten und stellt Ihnen die Wege von E-Learning in der Weiterbildung vor – und geht alle Schritte mit Ihnen gemeinsam. Kontaktieren Sie uns noch heute!

 

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