Was E-Learning ist – und was nicht
23.09.2019

Kommentar: Was E-Learning ist – und was nicht

Compliance-Helfer, Zeitsparer, Sales-Wunderwaffe, Motiviationsbooster, Wissenssicherer. Wir schreiben an dieser Stelle viele lobende Worte über das E-Learning. Klar, denn wir sind ein E-Learning-Anbieter und überzeugt davon, dass digitales Lernen eine nachhaltige Wirkung hat. Doch im Arbeitsalltag begegnen uns immer wieder Missverständnisse im Bereich E-Learning. Zeit, um aufzuräumen: Was ist E-Learning eigentlich… und was nicht?

Orts- und zeitunabhängiges Schulen, das wirklich Spaß macht. Motivierend dank Gamification-Ansatz. Einfach und nachhaltig. Am Ende können sogar noch Kosten eingespart werden. All das beschreibt den Mehrwert von E-Learning. Was viele dabei vergessen: E-Learning darf kein Schnellschuss sein. Zahlreiche Anbieter werben damit, dass man in nur wenigen Minuten „E-Learning erstellen kann“. In der Realität sieht das dann aber oft so aus: alte PowerPoint-Präsentationen aus Präsenzseminaren in Software pressen – Tests erstellen – und los geht’s. Natürlich ist das nun sehr verkürzt dargestellt. Das Problem, das damit jedoch plakativ aufgezeigt werden soll, ist, dass die Inhalte nicht neu gedacht werden. Das führt in der Praxis oft dazu, dass die Mitarbeiter keine höhere Motivation an den Inhalten haben als zuvor. Im Gegenteil: die Hürde einer neuen Software wurde auf sich genommen, um dasselbe in Grün zu erhalten? Nicht gerade der Heilsbringer, den man sich gewünscht hat. Der Frust ist vorprogrammiert.

Was E-Learning braucht

Wie kann man das also besser machen? Back to the roots, ab in den Frontalunterricht? Zeit und Nerven für E-Learning sparen? Natürlich nicht. Uns begegnet im Kontakt mit Kunden häufig ein Thema, das man sich unbedingt vor Augen führen sollte: E-Learning besteht aus zwei Komponenten.

Nur wenn starke Software auf starken Inhalt trifft, führt das am Ende auch zum Lernerlebnis und damit zum Erfolg.

 

Auf der Suche nach dem passenden Tool werden aber oftmals das Know-how und die Zeit, die es für guten Content benötigt, unterschätzt. E-Learning-Developer ist heutzutage ein eigener Beruf. Setzt man sich näher damit auseinander, dann kommt man schnell zu dem Schluss, dass die Erstellung von E-Learning-Inhalten nicht unbedingt „mal so nebenbei“ als Zusatzaufgabe eines Mitarbeiters gelten sollte.

Wesentlich sind vor allem die nachfolgenden Aspekte.

  • Didaktische und methodische Kenntnisse sind bei multimedialen Inhalten unerlässlich – im Fokus dabei: Lerntrends, die verinnerlicht werden müssen sowie ein generelles Verständnis über das digitale Lernen.
  • Digitales Lernen funktioniert anders als analoges Lernen. Insbesondere mit Blick auf Interaktionen untereinander, Längen der Lerneinheiten oder dem Nutzungsverhalten im digitalen Raum ist Know-how gefragt.
  • Außerdem ist das technische Wissen nicht zu unterschätzen. Von Lernvideos bis zu Autorenwerkzeugen, mit denen professionelle Web Based Trainings (WBTs) erstellt werden, sind die Tools eben nicht „einfach mal nebenbei“ erlernbar. Und ein Stückchen Kreativität gehört am Ende auch noch dazu…

Fazit

Ziel dieses Beitrags soll nicht sein, Sie zu demotivieren. Im Gegenteil! In unseren Workshops und Beratungsgesprächen haben wir den hohen Aufklärungsbedarf festgestellt, den es im Zusammenhang mit E-Learnings gibt – insbesondere dann, wenn das Thema komplett neu in einem Unternehmen implementiert wird. Firmen, die bereits ein paar Schritte weiter sind, haben dieses Know-how oftmals intern aufgebaut. Ist das nicht der Fall, so heißt das nicht, dass Sie E-Learning besser sein lassen sollten. Wir sind überzeugt davon, dass auch Sie einen hohen Anspruch an die Lerninhalte Ihrer Mitarbeiter haben und stehen Ihnen gerne beratend zur Seite. Bewusstsein für E-Learning im ganzheitlichen Sinne ist der erste Schritt für nachhaltigen Lernerfolg in Ihrem Unternehmen.

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