Mitarbeitersuche 2.0 – Unternehmen müssen Gesicht zeigen

Der Fachkräftemangel bringt es mit sich, dass Unternehmen potenziellen Mitarbeitern ein gutes Leistungspaket bieten müssen, um als zukünftiger Arbeiternehmer zu überzeugen. Dazu gehört in der Mitarbeitersuche aber mehr, als eine simple Stellenbeschreibung und Gehaltsangaben. Unternehmen verpassen es, ihre Stärken herauszustellen und Bewerbern durch eine starke Arbeitgebermarke zu vermitteln, warum es toll ist, in dem Unternehmen zu arbeiten.

Was Jobkandidaten wirklich interessiert

Wer sich auf die Stelle eines IT-Administrators bewirbt, der muss nicht en détail wissen, was ein IT-Administrator macht – er weiß es bereits. Vielmehr interessiert ihn die Atmosphäre im Unternehmen: Für was steht das Unternehmen? Fördert der Arbeitnehmer die Vereinbarkeit von Karriere und Familie und wenn ja, mit welchen konkreten Angeboten? Diese Einblicke gewährt ein Großteil deutscher Unternehmen nicht. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die im Rahmen des Reports „Inside the Mind of Today’s Candidate“ des Karrierenetzwerks LinkedIn, erhoben wurde. Dabei wurden im April 2017 insgesamt 14.000 Arbeitnehmer in mehr als 20 Ländern weltweit befragt. Mehr als die Hälfte der Befragten (7.700 Arbeitnehmer) hat in den vergangenen drei Monaten eine Stelle in einem neuen Unternehmen angetreten.

Bei der Mitarbeitersuche Unternehmenskultur kommunizieren

Laut dem Linkedin-Report sind 91 Prozent der befragten deutschen Fach- und Führungskräfte offen für neue Jobangebote. Werden sie durch Personalabteilungen angesprochen, wünschen sie sich mehr als eine Stellenbeschreibung: 74 Prozent der deutschen Befragten möchten weiterführende Informationen über das Unternehmen haben, für 38 Prozent sind die Einblicke in die Unternehmenskultur ein absolutes „Muss“. Die Realität sieht jedoch anders aus: 68 Prozent der Befragten, die innerhalb der vergangenen drei Monate ihre Arbeitsstelle gewechselt haben, geben an, dass sie vor dem Antritt der neuen Stelle wenig bis gar nichts über den neuen Arbeitgeber wussten. Möchten Personaler die besten Fachkräfte für sich gewinnen, sollten sie eine Strategie für die Mitarbeitersuche entwickeln, die es ihnen ermöglicht, die Arbeitgebermarke zu stärken und so ein Gesicht zu zeigen, das positiv in Erinnerung bleibt. Dazu können sie verschiedene Methoden des Employer Branding einsetzen:

  • Befragung der Mitarbeiter: Wie nehmen bestehende Arbeitnehmer das Unternehmen wahr? Wie würden sie die Atmosphäre beschreiben? Gibt es Verbesserungsvorschläge?
  • Mitarbeiter als Markenbotschafter: Wer Fachkräfte davon überzeugen will, dass sich ein Stellenwechsel in das eigene Unternehmen lohnt, der muss seine Mitarbeiter sprechen lassen. Diese können als Markenbotschafter authentisch über die Unternehmensphilosophie und das Miteinander berichten.
  • Basis für Mitarbeitersuche schaffen: Auf der Webseite und in den sozialen Netzwerken sollten Interessenten immer aktuelle Daten und alle wichtigen Informationen finden. Zum Employer Branding gehört im optimalen Fall eine Social Media-Strategie, die regelmäßig interessante Einblicke, Interviews mit Mitarbeitern etc. gewährt.
  • Employer Branding als Marketing-Tool: Um die Arbeitgebermarke zu stärken, sollten Personalabteilungen mit dem Marketing-Team zusammenarbeiten. Die PR-Profis wissen, wie Inhalte am besten kommuniziert und Zielgruppen punktgenau erreicht werden.

Möchten Sie wissen, wie Sie Fachkräfte aus Ihrer Branche am besten erreichen und welchen Weg Sie bei der Mitarbeitersuche einschlagen müssen? Dann wenden Sie sich an uns, wir beraten Sie gern.

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